Erfolgreiche Workshop-Methoden: Tools und Techniken

startup 28. Okt. 2021

Heutzutage gibt es unzählige Workshop-Methoden sowie Ratgeber und Konzepte, die Ihnen grundlegende Anleitungen bei der Planung und Gestaltung eines Workshops geben sollen. Man könnte tatsächlich nahezu überspitzt behaupten, dass die Art und Weise der Vermittlung von Inhalten häufig entscheidender als der Inhalt selbst ist. Fakt ist: Egal wie spannend ein Thema sein mag (oder auch nicht), die Technik und die Umsetzung wie etwas letztendlich vermittelt wird, entscheidet grundlegend darüber, mit welcher Motivation Teilnehmende an einem Workshop partizipieren werden. Workshops sind in zahlreich verschiedenen Bereichen weit verbreitet. Wissen Sie beispielsweise, welche Unterschiede es bei der großen Anzahl an Workshops gibt und welcher Workshop sich für welchen Anlass eignet? Wie funktionieren Workshops und welche erfolgreichen Tools und Techniken gibt es, um einen Workshop gewissermaßen interaktiv gestalten zu können? Lesen Sie in diesem Blogartikel alles rund um das Thema von erfolgreichen Workshop-Methoden und welche Möglichkeiten es für eine empfehlenswerte Durchführung gibt.

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Definition: Was ist ein Workshop?

Workshops, Fortbildungen oder beispielsweise auch Konferenzen fördern die Vermittlung und Weitergabe von Wissen. Speziell Workshops sind ein gern gewähltes Medium, um in einer kreativen Atmosphäre den Teilnehmenden fundiertes Fachwissen zu vermitteln und Weiterbildungsmöglichkeiten anzubieten. Übersetzt ins Deutsche, bedeutet der Begriff Workshop so viel wie Arbeitskreis oder Arbeitsgruppe, bei dem jedes Mitglied einen aktiven Part übernimmt, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Ein Workshop kann nämlich viele Absichten sowie Ziele und Ergebnisse haben, beispielsweise eine Konzepterstellung, Weiterbildungsmöglichkeiten, Schulungen, Trainings oder spezifische Themen, die im Vorfeld explizit besprochen worden sind. Workshops komprimieren Wissen, sind interaktiv und zudem sehr vielseitig.

Kann man den Begriff ‘Workshop’ definieren?

Eine Standardantwort werden Sie hier sicherlich nicht finden. Dazu sind das Spektrum sowie der Umfang einfach viel zu breit gefächert. Man könnte aber dennoch festhalten, dass unter einem Workshop ein intensives Bildungsprogramm verstanden wird, bei dem sich eine Gruppe von Teilnehmenden über einen gezielten Zeitraum hinweg mit einer Thematik auseinandersetzt, bei der Fähigkeiten sowie theoretisches und praktisches Wissen erlernt werden soll.

Was zeichnet einen guten Workshop aus?

Eine Musterlösung, wie ein geeigneter Workshop aussehen muss, gibt es selbstverständlich nicht. Der Erfolg eines Workshops hängt von vielen Einzelteilen ab, die zusammen vereint das große Ganze bilden. Welche Techniken und Abläufe bei einem Workshop obendrein Erfolg haben, hängt zum einen von der Gruppe und zum anderen von dem Thema des Workshops ab. Weiterhin spielt die Teilnehmeranzahl eines Workshops natürlich eine entscheidende Rolle, welche Methode Sie bei der Umsetzung in Betracht ziehen sollten. Die auf der Tagesordnung stehenden Inhalte müssen allen Teilnehmenden frei verständlich, unkompliziert und transparent vermittelt werden. Der Fokus eines Workshops ist also elementar und deshalb auch so wichtig. BesucherInnen und VeranstalterInnen eines Workshops genießen zudem gleich mehrere Vorzüge: die TeilnehmerInnen frischen ihr Wissen zu einem bestimmten Thema oder einem Fachgebiet auf, sie treffen spannende und interessante Speaker sowie Referenten, die sie eventuell schon immer einmal treffen wollten, und bekommen deren Wissen in einer nahezu “persönlichen” Atmosphäre und Umgebung vermittelt.  

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Welche Inhalte sollten in einem Workshop demzufolge konzipiert werden?

1. Klares Workshop-Ziel
Was möchten Sie erreichen? Formulieren Sie unbedingt ein Ziel für Ihren Workshop. Geht es um die Vermittlung einer Technik oder möchten Sie beispielsweise Kompetenzen zu der Thematik von Konfliktlösungen behandeln? Soll ein bestimmtes Thema vorgestellt werden? Möchten Sie den Austausch zwischen den Teilnehmenden fördern oder zielt der Workshop darauf ab, Strategien und Lösungsansätze zu entwickeln? Diese und weitaus mehr Fragen gilt es im Vorfeld zu klären, damit der Workshop systematisch geplant werden kann.

2. Strukturierter Ablauf
Ein vordefinierter Ablauf ist für den Erfolg eines Workshops essentiell. Hilfreich kann es sein, wenn der Workshop in verschiedene Blöcke aufgeteilt ist. Wann sind Pausen geplant und wie lange? Bei mehrtätigen Workshops sollten Sie zudem inhaltliche Schwerpunkte setzen, die jeden Tag variieren und allen Teilnehmenden auch präsent sind.

3. Kompetente Moderation
Die Moderationskompetenz umfasst die Fähigkeit, Gespräche und die Interaktionen während eines Workshops weitestgehend als neutraler Beteiligter zu steuern. Durch eine systematische Aufnahme, Visualisierung und Strukturierung aller Teilnehmerbeiträge werden gemeinsam erarbeitete Ergebnisse erzielt, so dass eine professionelle Begleitung des Workshops unabdingbar ist.

4. Interaktive Methoden
Die interaktive Gestaltung eines Workshops ist der Schlüssel bei der Umsetzung von erfolgreichen Workshops. Hier gibt es viele klassische wie auch recht neue Methoden, die bei der thematischen Umsetzung hilfreich sein können. Wählen Sie die interaktiven Methoden also bewusst aus, aber behalten Sie sich auch immer ein wenig Spielraum für Unvorhergesehenes ein.

5. Konsolidierung und Feedback
Neben der Arbeitsphase, die wir hier natürlich nicht erwähnen müssen, sind die Konsolidierung und das Feedback ein weiterer wichtiger Bestandteil eines Workshops. Bei der Konsolidierung geht es darum, dass Ergebnisse gesammelt und festgehalten werden. Insbesondere bei Workshops, in denen Wissen und Kompetenzen vermittelt werden sollen, ist das Zusammentragen von Resultaten ein zwingend erforderliches und auch bedeutungsvolles Element. Feedbackrunden helfen dabei, Erkenntnisse zu erlangen, ob die Teilnehmenden zum Beispiel die Inhalte auch verstanden haben. War der Ablauf für alle TeilnehmerInnen strukturiert und nachvollziehbar? Sammeln Sie Eindrücke, sodass Sie für den nächsten Workshop aus vergangenen Fehlern lernen und diese nicht mehr wiederholen. Mit jeder Veranstaltung wächst die Sicherheit und wie Sie wissen, ist kein Meister bisher vom Himmel gefallen.

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Workshops sind meist eine Mischung aus überzeugenden Inhalten, Organisationstalent und Interaktivität. Welche Tools und Techniken gibt es, um einen Workshop erfolgreich und zusätzlich auch interaktiv zu gestalten?
Wir haben Ihnen im Folgenden einige geeignete Workshop-Methoden zusammengetragen, von denen wir sichtlich begeistert sind.

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Geeignete Workshop-Methoden

Die World-Cafe-Methode
Die Teilnehmenden finden sich in Gruppen um verschiedene Tische zusammen und diskutieren eine gestellte Frage oder ein Konzept. Nach 20 bis 25 Minuten wechseln die Teilnehmer dann die Tische und finden sich in einer neuen Konstellation zusammen. Ein einziger “Gastgeber” bleibt am Tisch zurück und die trägt die Ergebnisse der ersten Runde den anderen nun vor, sodass sich die neuen Teilnehmer von dem ersten Team gegenseitig mit neuen Ideen und Perspektiven anstecken.  Dieses Verfahren können Sie zwei bis drei Mal durchführen, bevor Sie am Ende im großen Plenum alle Ergebnisse zusammen besprechen.

Die 6 Hüte
Diese Workshop-Methode eignet sich für Gruppen von 15 bis 20 Teilnehmenden und beinhaltet eine fest formulierte Fragestellung, die alle Teilnehmer zu bearbeiten haben. Ferner handelt es sich um ein Rollenspiel mit Gruppendiskussion, die in mindestens einer Runde erfolgt. Alle Teilnehmenden haben eine fest zugeordnete Rolle, die durch die Hüte repräsentiert wird. Die Rollen sind: weiß (analytisches Denken), rot (emotionales Denken), schwarz (kritisches Denken), gelb (Optimismus), grün (Kreativität) und blau: (Vogelperspektive auf die Gruppe). Mit dieser Einteilung sind alle gezwungen eine bestimmte Denkweise einzunehmen, die ihnen auch fremd vorkommen kann.

Ablauf:
Es erfolgt eine offene Diskussion, bei der sich die Teilnehmer in den zugeordneten Rollen befinden. Die Rollen können im Laufe des Gesprächs getauscht werden. Alle Rollen außer die blaue können doppelt vergeben werden. Man kann die Gruppe bei einer zu hohen Anzahl an Teilnehmern in kleinere Gruppen aufteilen. Der blaue Hut kann die Rolle des Moderators einnehmen und den Verlauf des Gesprächs moderieren.

Ergebnis:
Die Rollenverteilung ermöglicht das Aufzeigen von Aspekten der Fragestellung aus verschiedenen Blickwinkeln. Der Tausch der Rollen innerhalb des Teams ermöglicht zudem, dass die Teilnehmer sich besser in andere hineinversetzen können und Gegenpositionen verstehen. Die Ergebnisse werden durch den Träger des blauen Huts dokumentiert.

Open Space
Die Open-Space-Methode ist eine Methode für 50 bis 2.000 Teilnehmer und eine einzelne, richtungsweisende Frage.

Ablauf:
Eine grob vorab formulierte Leitfrage bestimmt die Diskussion. Je nach Anzahl der Teilnehmer existieren Arbeitsgruppen verschiedener Größe. Jede Arbeitsgruppe fokussiert das Thema aus einem anderen Blickwinkel und stellt nachfolgend die Ergebnisse in der Diskussion vor.

Ergebnis:
Die Ergebnisse werden durch die Teilnehmer selbst in ihren Gruppen dokumentiert. Die Ergebnisse können auf Zetteln an Wänden festgehalten werden, damit sie auch noch nach ihrer Präsentation für alle Teilnehmer zur Verfügung stehen.

Stationen-Gespräche
Bei dieser Methode diskutieren die Teilnehmenden einzelne Fragestellungen in kleinen Gruppen an verschiedenen Stationen im Raum.

Ablauf:
Die Teilnehmenden begeben sich zu einer Station mit vorab im Raum aufgebauten Flipcharts, auf denen sich impulsgebende Fragen befinden. Ihre Ergebnisse werden hier auf Flipcharts notiert. Die Diskussion pro Station dauert fünf Minuten lang, danach gehen die Teilnehmer zur nächsten Station. Bei jeder Rotation kommen neue Ergebnisse hinzu und die Diskussion kann ständig erweitert werden.

Ergebnis:
Die Teilnehmer bearbeiten eine Vielzahl von Fragestellungen gleichzeitig. Ideen und Ansätze können übertragen oder verknüpft werden. Es entstehen relevante Diskussionen, die für alle Beteiligten einen Mehrwert bieten.

Summary-Matrix  
Die Summary-Matrix ist eine Methode, um die Teilnehmenden anzuregen über das, was sie bei einem Workshop erfahren haben, nachzudenken.

Ablauf:
Die Teilnehmenden werden in kleinere Gruppen von zwei bis fünf Personen unterteilt. Jede Gruppe nimmt Stifte und Papier zur Hand, das von allen gemeinsam bearbeitet werden kann. Eine Person wird zum Schriftführer ernannt, damit alle Ergebnisse festgehalten werden. Nun bearbeiten alle Teilnehmer innerhalb von 15 bis 20 Minuten die folgenden Aspekte, welche er dann innerhalb der Gruppe vorstellt:

Ergebnis:
Die Teilnehmenden reflektieren gemeinsam das Ge- oder Erlernte. Mit dieser Methode soll der Lerneffekt angeregt werden, sodass sich Teilnehmer eines Workshops sowohl kritisch als auch ganz bewusst mit positiven Aspekten beschäftigen. Diese Retroperspektive kann insbesondere nach mehrtätigen Workshops sinnvoll sein.

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Welche Workshop-Methode ist nun die Richtige?

Es existieren eine Vielzahl von verschiedenen Workshop-Methoden, die auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden und die Fragestellung eines Workshops angepasst sind. Allgemein empfiehlt es sich die Kreativität und Interaktion der Teilnehmenden spielerisch einzubauen, damit sich die Atmosphäre ein wenig lockert und dennoch erfolgsorientiert bleibt. Der gezielte Einsatz von Workshop-Methoden trägt zu einer Leistungssteigerung aller involvierten Beteiligten bei. Dabei gilt es die funktionstüchtigsten Methode für Ihren Workshop herauszufiltern, damit alle Teilnehmenden wie auch Ihr Unternehmen am meisten davon profitieren kann. Haben Sie Fragen zur Gestaltung eines Workshops oder vielleicht einer Masterclass? Dann kommen Sie mit uns in den persönlichen Austausch. Wir beraten Sie gern!

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