Virtueller Showroom – Beispiele

technologie 14. Juni 2022

Die Vorzüge einer spannenden Produktpräsentation in den digitalen Raum verlagern – das ist die Idee hinter einem virtuellen Showroom. Doch wie kann so ein Ausstellungsraum in der Praxis aussehen und welche Beispiele für eine erfolgreiche Umsetzung gibt es?

Dieser Blogartikel zeigt die Anwendungsfälle und Möglichkeiten virtueller Showrooms vom Automobilhersteller bis zum Möbelhaus. Gleichzeitig bietet er neben diesem Überblick den idealen Weg zum eigenen Showroom sowie den Einstieg in den virtuellen Vertrieb der Zukunft.

Definition: Was ist ein virtueller Showroom?

In klassischen Ausstellungsräumen werden die angebotenen Waren inszeniert und für den Kunden präsentiert, um – in Verbindung mit einer optimalen Beratung – ein zufriedenstellendes Kundenerlebnis zu ermöglichen. Besonders bekannt sind Showrooms in Deutschland insbesondere aus Autohäusern oder von Modeketten, die ihre Kollektionen in eigenen Ausstellungsumgebungen präsentieren.

Im Gegensatz zu einem klassisch analogen Verkaufsraum verlagern virtuelle Showrooms die Vorzüge einer eingängigen Produktpräsentation in ein digitales und interaktives Umfeld, auf die über einen Webbrowser oder eine andere Applikation mobil zugegriffen werden kann. Entscheidend ist, dass die Darstellung in der Regel unter Einsatz von VR-Technologie oder 3D-Modellen erfolgt.

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Ein virtueller Showroom kann deshalb auch mittels einer VR-Brille betreten werden, wodurch die immersive Erfahrung sowie die Realitätsnähe des Erlebnisses zusätzlich gesteigert wird. Gleichwohl lassen sich digitale Verkaufsräume ebenfalls auf Webseiten einbetten, wo die Navigation auch unter Einsatz von Maus und Tastatur erfolgen kann.

Die Anwendungsfelder virtueller Showrooms sind breit gefächert, denn durch die starke Individualisierbarkeit sowie die Ortsungebundenheit können sie auf diverse unterschiedliche Kontexte zugeschnitten werden. Dadurch können sie sowohl erfolgreich auf (digitalen) Messen und Veranstaltungen Verwendung finden wie auch in einem Online-Shop auf der Unternehmenswebseite.

Beispiele: Unternehmen, die einen virtuellen Showroom nutzen

Virtuelle Showrooms sind sowohl für verschiedene Produkte als auch unterschiedliche Branchen ein interessantes Angebot, um das eigene Portfolio für potenzielle Kunden noch besser präsentieren zu können. Wir stellen Ihnen deshalb eine im Folgenden eine Übersicht von Unternehmen vor, die die innovative Technologie bereits erfolgreich in ihren Vertriebsalltag integriert haben.

Pokolm

Der Hersteller von Werkzeugsystemen Pokolm aus Ostwestfalen ist ein Vorreiter aus dem Bereich des Maschinenbaus, der die Vorzüge eines virtuellen Showrooms für sich nutzt. Um eine bequeme Nutzererfahrung zu gewährleisten, wurde dabei nicht nur eine digitale Maschinenhalle kreiert, in der die Produkte des Unternehmens ausgestellt werden können, sondern Pokolm arbeitete auch mit Herstellern an späteren Stellen der Wertschöpfungskette zusammen. Dadurch ließ sich auch die Darstellung der Erzeugnisse erzielen, die mithilfe der Fräswerkzeuge produziert werden können.

Gleichzeitig ermöglicht es ein virtueller Showroom, Tools zu integrieren, mithilfe derer Produkte vermessen, gedreht oder in ihre Einzelteile zerlegt werden können. Insbesondere im Maschinenbau kann so auf die Passgenauigkeit und Funktionsweise von Teilen abgehoben werden, ohne dass diese in der realen Produktionsumgebung präsent sein müssen.

Im Showroom des Unternehmens pokolm lassen sich Erzeugnisse des Maschinenbaus digital nicht nur abbilden, sondern auch vermessen und zerlegen.
Im Showroom des Unternehmens Pokolm lassen sich Erzeugnisse des Maschinenbaus digital nicht nur abbilden, sondern auch vermessen und zerlegen.

Tommy Hilfiger

Auch das US-amerikanische Modelabel Tommy Hilfiger setzt auf einen immersiven digitalen Ausstellungsraum, um seine Kollektionen im B2B-Bereich erfolgreich zu vermarkten. Kernstück der User Experience ist dabei ein Touchscreen, auf dem Kunden sich die verschiedenen Kleidungsstücke an diversen verschiedenen Silhouetten sowie in allen verfügbaren Farben anzeigen lassen können.

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Bemerkenswert ist im Falle von Tommy Hilfiger zusätzlich, dass der virtuelle Showroom den persönlichen Austausch dabei nicht ersetzt, sondern ihn bereichert. Der Vertriebsmitarbeiter ist mit der digitalen Kollektion vor Ort und kann den Kunden dort wie in einem analogen Ausstellungsraum optimal beraten.

Kleine Wolke

Auch der deutsche Textilhersteller Kleine Wolke profitiert von 360-Grad-Showrooms, in denen er seine Produkte direkt im Anwendungskontext präsentieren kann. Im Gegensatz zu einer klassischen Ausstellungsweise können Produkte dabei so arrangiert werden, dass sie potenziellen Kunden bereits auf den ersten Blick als Inspiration für den eigenen Gebrauch dienen können.

Zusätzlich lassen sich Informationen zu den einzelnen Produkten über Touchpoints jederzeit und von überall abrufen, sodass die Unique Selling Points des Portfolios auch ohne einen Vertriebsmitarbeiter transportiert werden können. Das gilt auch im B2C-Bereich, in dem Kunden damit übersichtlich Zugang zu allen notwendigen Details erhalten.

Der Showroom von Kleine Wolke stellt das Design und das Zusammenspiel der Produkte im Vordergrund, sodass der Kunde zur Kombination bestimmter Produkte in der realen Welt angeregt wird.
Der Showroom von Kleine Wolke stellt das Design und das Zusammenspiel der Produkte im Vordergrund, sodass der Kunde zur Kombination bestimmter Produkte in der realen Welt angeregt wird.

AUDI

3D-Modelle und virtual Reality spielen auch im digitalen Showroom der Automarke AUDI eine entscheidende Rolle. Hier können Kunden problemlos ihr Wunschmodell entsprechend ihren Vorstellungen konfigurieren und in einer realitätsgetreuen Darstellung erleben. Dadurch erweitert sich die Kundenerfahrung im Vergleich zum klassischen Automobilvertrieb auch um alle Modellzusammenstellungen, die nicht vor Ort zur Verfügung stehen.

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Gleichzeitig lassen sich die verschiedenen Konfigurationen im Rahmen des digitalen Probesitzens auch in unterschiedlichen Umgebungen, bei Tag und Nacht oder unter verschiedenen Lichtverhältnissen betrachten, wodurch der Kunde ein noch besseres Gefühl für das spätere Aussehen erhält. Zusätzlich kann er darüber hinaus einen digitalen Blick unter die Motorhaube werfen und sich die einzelnen Komponenten des Fahrzeugs im Detail ansehen.

Fakts

Auch das Düsseldorfer Modelabel fakts profitiert von den positiven Effekten eines virtuellen Showrooms, in dem es neben seiner Unternehmensphilosophie unter anderem auch seine Hemdenkollektion präsentiert. Wie auch im Falle von Tommy Hilfiger lassen sich durch digitale Zwillinge Musterkollektionen einsparen und auch Linien, die noch vor Abschluss ihrer Produktion stehen können bereits im virtuellen Ausstellungsraum präsentiert werden.

Der 3D-Showroom bietet sich im Fall von fakts zusätzlich als Leadmagnet an, da der Kunde zwar den Showroom betreten kann, vor einer Detailbetrachtung jedoch den Vertrieb kontaktieren muss. Der Ausstellungsraum generiert dadurch einen stetigen Strom qualitativ hochwertiger Leads, die bereits Interesse an einem Produkt zeigen.

Im Showroom des Herstellers für Herrenmode fakts finden sich neben den aktuellsten Produkten beispielsweise auch Informationen über die Nachhaltigkeit der angebotenen Hemden.
Im Showroom des Herstellers für Herrenmode fakts finden sich neben den aktuellsten Produkten beispielsweise auch Informationen über die Nachhaltigkeit der angebotenen Hemden.

IKEA

Das schwedische Möbelhaus IKEA experimentiert bereits seit Jahren mit Projekten im Virtual-Reality und Augmented-Reality-Bereich. Seit kurzer Zeit können Kunden in ausgewählten Einrichtungshäusern nun auch mithilfe einer VR-Brille in eine interaktive Welt eintauchen, die ein vollständig eingerichtetes Zimmer zeigt.

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Ausgewählte Möbel können hier im Anwendungskontext bei Tag und Nacht, vor verschiedenen Hintergründen und in unterschiedlichen Mustern betrachtet werden, sodass Ausstellungsstücke auf der Fläche virtuell bereits in ein Einrichtungskonzept gegossen werden. Durch die Auswertung von Kundendaten kann ein Verkäufer zusätzlich Informationen über Vorlieben bei Stoffen und Farben erhalten, die in zukünftige Kollektionen einfließen können.

Chancen: Die Vorteile virtueller Showrooms auf einen Blick

Ebenso wie die Anwendungsfelder sind auch die Chancen virtueller Showrooms sehr breit gestreut. Wir haben die genannten Vorteile deshalb noch einmal übersichtlich aufgelistet.

1. Individualisierbarkeit

Ein 3D-Modell lässt sich innerhalb kürzester Zeit auf die individuellen Bedürfnisse des Kunden anpassen, ohne dass dabei real Produkte produziert werden müssten. Ein Showroom ist damit immer auch ein kreativer Ermöglichungsraum.

2. Anwendungskontext

Produkte werden im virtuellen Showroom im Anwendungskontext präsentiert und sind damit automatisch Ideengeber für eine optimale Einbindung in den persönlichen Alltag. Gleichzeitig werden automatisch Anreize für ein erfolgreiches Cross-Selling von passenden Artikeln gesetzt.

3. Leadmagnet

Ein virtueller Showroom kann – je nach Implementierung – als Leadmagnet auf einer Webseite dienen, wenn Besucher nur Zugang zu bestimmten Bereichen erhalten. Vorteilhaft wirkt sich dabei aus, dass die generierten Leads indirekt bereits Interesse an einem bestimmten Produkt bekundet haben.

4. Präsentation

In einer digitalen Umgebung sind der Präsentation weder physikalische noch kreative Grenzen gesetzt. Produkte können deshalb in jeder erdenklichen Größe oder Farbe ausgestellt werden und sind zusätzlich zerlegbar oder können transparent werden.

5. Variation

Ein virtueller Showroom ist durch seine Variabilität sowohl für den Maschinenbau wie auch für Dienstleistungsbetriebe gleichermaßen geeignet. Allein die Unternehmen in diesem Blogartikel bilden eine große Bandbreite von Branchen ab, die ihren Vorteil aus einem virtuellen Ausstellungsraum ziehen können.


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Fazit: Virtual Reality in der Produktpräsentation

Ein virtual Showroom bietet die Gelegenheit, eine analoge Produktpräsentation ohne physikalische Einschränkungen in den digitalen Raum zu transportieren. Dabei stellen sie für Kunden nicht nur ein verbessertes Einkaufserlebnis bereit und entlasten den Verkauf, sondern sie erleichtern als Leadmagneten auch die Marketing-Abteilung, indem sie interessierte Nutzer nahezu automatisch in das CRM-System des Unternehmens bringen.

Von Automobilherstellern, über Maschinenbauer, bis hin zu Modelabeln und Möbelkonzernen, in nahezu jeder Branche lässt sich ein Beispiel für Vorreiter finden, der auf das interaktive Erlebnis eines virtuellen Showrooms setzt.

Auf umkämpften Märkten schaffen sich diese Anbieter dadurch Räume, die USPs der eigenen Marken hervorzuheben und einen Wiedererkennungswert für die angebotenen Lösungen und Produkte zu erzeugen.

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